Interessante Ausstellung in Oelinghausen ab 1.9.2007

Kloster Oelinghausen ist seit über achthundert Jahren eine Stätte des Gebetes und der Besinnung. Jedes Jahr kommen viele tausend Besucher nach Oelinghausen, um Einkehr zu halten und um Ruhe zu finden.

Zahlreiche Veranstaltungen machen den Besuch von Oelinghausen lohnenswert.

So veranstaltet der Freundeskreis Oelinghausen vom 01. September bis 07. Oktober 2007 die Ausstellung Oelinghausen und Umgebung in alten Bildern und Postkartenmotiven (Oelinghausen, Hüsten, Neheim, Herdringen, Holzen, Müschede, Enkhausen) – Eine Ausstellung zum Wandel der Orte und der Landschaft

Neben interessanten Ansichten erfährt der Besucher u.a. auch einiges darüber, wie sich der Druck der gezeigten Postkarten im Laufe der Zeit gewandelt hat, von der Lithographie bis hin zur modernen Druckplatte. Öffnungszeiten: Sonnabends 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr, Sonntags 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr, Klostergartenmuseum Oelinghausen, Eintritt 2,00 € / 0,50 € ermäßigt.

Parallel zur Ausstellung ist ein kleiner aber feiner Ausstellungskatalog erschienen (ISBN 978-3-930264-64-3, 6,- €).

Wennemar Freiherr von Fürstenberg, Organisator der Ausstellung, schreibt in seiner Einleitung: “Tempus fugit – die Zeit flieht. Nicht nur die Zeit auch Ortsansichten vergehen und werden neu und anders wieder erschaffen. Was sich als organischer Wachstumsprozess über Jahre entwickelt, wird im allgemeinen nicht so recht wahrgenommen, da es sich eben langsam vollzieht. Erst die Beschäftigung mit Ansichten, die Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte auseinander liegen, macht deutlich wie gewaltig diese Veränderungen sind. Ziel unserer kleinen Ausstellung soll natürlich sein, alte Ansichten zu zeigen, aber auch den enormen Wandel darzustellen, den unsere Kulturlandschaft in den vergangenen rund 120 Jahren erfahren hat.

Das richtige Medium um dies zu veranschaulichen, sind Photos und Bilder. Sei es als Holzschnitt, Ölgemälde, Zeichnung oder eben Postkarte. Primäres Ziel eines Postkarten-Verlages ist es natürlich durch ein ansprechendes Motiv die Karte in Taler, Reichsmark, Rentenmark, Deutsche Mark oder heute Euro, umzusetzen. Ein Nebenprodukt dieser Postkarte ist aber die Dokumentation einer Ansicht in ihrer Zeit. Prominente Objekte, wie Kloster Oelinghausen, haben ihre Schokoladenseiten von denen sie regelmäßig abgelichtet werden. Hier könnte man im Abstand von ca. 20 Jahren eine Reihe von Postkarten nebeneinander legen. Leider, oder für das Objekt selbst glücklicherweise, ist das Kloster und der Gutshof eine sehr statische Angelegenheit. Eine Ausstellung nur von Oelinghausen hätte daher nicht viel Abwechslung gebracht. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, den Betrachtungskreis doch deutlich zu erweitern. Oelinghausen und seine Umgebung lautet daher der Titel der Ausstellung. Der Blick richtet sich auf Hüsten und Neheim als nächstgelegene Stadt, aber auch auf die kleinen Orte Herdringen, Müschede, Hövel, Holzen und Enkhausen. Die Ausstellung erhebt keinen Anspruch darauf auch nur annähernd eine Vollständigkeit zeigen zu wollen. Dazu ist das „Forschungsobjekt“ viel zu umfangreich. Sie soll vielmehr einige kleine Schlaglichter aus der Umgebung aufzeigen und Lust auf Mehr machen. Sie soll auch dazu anregen, im kleinen oder größeren Kreis diese Ansichten zu bewahren und für die kommenden Generationen zu erhalten. Gerade in den Dörfern zeigen sich hier viele 4 erfreuliche Initiativen. Die Oelinghauser Heide mit ihrer Publikation „Tüsken Linne un Luer“ oder die „Müscheder Blätter“ sind hier zwei erfolgreiche Beispiele.

Die Ausstellung soll aber auch dazu anregen – darüber nachzudenken – was der Mensch mit seiner Umwelt anstellt. Betrachtet man die Ansichten um 1910/20 drängen sich unwillkürlich die Begriffe romantisch und beschaulich auf. Die Ansichten von heute sind eher gekennzeichnet von besiedelter und versiegelter Fläche. Der Umgang mit Freiflächen und der „Verbrauch“ von Landschaft sollte nicht unkritisch erfolgen. Entwicklung und Wachstum ist sicherlich erforderlich, aber es sollte mit Maß und vor allen Dingen mit Verstand erfolgen. Ein ganz wesentliches Kapital der kleineren Dörfer ist ihre Umgebung, und die Einbettung in eine Landschaft. Dieses Kapital sollte als hohes Gut gehütet werden, denn es stellt letztlich die Lebensqualität für den Menschen in diesen Orten sicher. Abschließend sei noch ein Wort des Dankes erlaubt an die Leihgeber der Ausstellung, die durch viele höchst interessante Ansichten und Postkarten, diese Ausstellung erst möglich gemacht haben.”

Sie sehen: ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall. Weitere Infos:

www.freundeskreis-oelinghausen.de.

Sollten Sie selbst einen Ausstellungskatalog, eine Festschrift oder einen ähnliches Buch herausgeben wollen. becker druck bietet den kompletten “Service rund um’s Buch”, Herr Eckhard Schmitz, berät Sie gerne.

Ihr Ansprechpartner Eckhard Schmitz.

Hier einige Fotos zur Ausstellung: Herdringen 1974, Herdringen 1953 und Hüsten 1910

 

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