Neuerscheinung!

Alice SteinmannFrau Alice Steinmann war die letzte in Arnsberg lebende Jüdin, die noch der Generation angehörte, die den Holocaust erlitten hat. Geboren in Posen, konnte sie 1938 mit viel Glück aus Berlin nach Palästina emigrieren und entging so der Ermordung durch die Nationalsozialisten. Dort lernte sie den Arnsberger Ewald Steinmann kennen, der schon 1933 verhaftet und dann ausgewiesen worden war. Beide heirateten und kamen im Jahre 1958 nach Arnsberg zurück. Anfang 2008 starb Frau Steinmann im Alter von fast 100 Jahren.

Die 96 Seiten starke Broschüre ist als Reminiszenz an diese bescheidene, außergewöhnliche Frau gedacht. Ihre selbst verfassten Gedichte sind in der Publikation abgedruckt. Sie sagen viel aus über ihren Humor und ihre Lebensfreude – auch in schweren Zeiten. Dokumente und Fotos sowie persönliche Erinnerungen von Verwandten, Freunden und Bekannten halten Stationen aus ihrem Leben fest. Die kleine Dokumentation über das Leben von Frau Steinmann soll sie und das Schicksal von Millionen europäischer Juden, die Ähnliches erlebt haben, vor dem Vergessenwerden bewahren.

Vom Vorzug der Unberühmtheit. Alice Steinmann, ein jüdisches Frauenleben 1908-2008. Hg. vom Stadtarchiv Arnsberg, Arnsberg 2009 („Städtekundliche Schriftenreihe über die Stadt Arnsberg“ 32, zugleich „Wedinghauser Denkanstösse“ 2). ISBN 978-3-928394-23-1.

Zu erhalten im örtlichen Buchhandel bzw. beim Stadtarchiv Arnsberg. Preis: 9,- Euro zzgl. Versandkosten.